Archiv der Kategorie 'kunst'

MINI-DISCO: THEORIE & PRAKTISCH

Diese Woche ( 29.11.2013 ) in Spedition Bremen:

Bilder, Installationen und Postkarten von mir.

live performance von acid waste land
(istari lasterfahrer – live improvisation modular – synthi, hamburg)
http://istari.sozialistischer-plattenbau.org/

plus mini-disco mit dj marcelle / another nice mess
(amsterdam)
http://anothernicemess.com/

citydataexplosion | eine veranstaltungsreihe des kunst- und kulturverein spedition

die mini-disco ist der beginn einer losen veranstaltungsreihe. nächster termin:
19.12. | 20:00 | hans-christian dany: “morgen werde ich idiot. kybernetik und kontrollgesellschaft” (buchvorstellung & gespräch)

infos unter www.citydataexplosion.de

DJ MARCELLE / ANOTHER NICE MESS

dj marcelle/another nice mess: the new album from Wrangelfilm on Vimeo.

ACID WASTE LAND / ISTARI LASTERFAHRER

Mir nicht


Jean-Léon Gérôme: „Phryne vor dem Areopag“ (1861); Hamburger Kunsthalle

»eine Frau als Schauobjekt, eine menge von Männern, die begierig ist zu wissen, zu hören und zu sehen und ein einzelner Herr, der zwischen ihnen und dem stummen weiblichen Akt vermittelt, der zeigt und spricht, weil er das Wissen hat.
Wenn es eine Urszene zu dieser Anordnung des Wissens gibt, dann ist es die die Gerichtsszene um Phryne, in der den Frauen im Namen Der Frau der Prozeß gemacht und in der den Bildern ihre ungezügelte verführerische Kraft ausgetrieben wird. Doch wie alles Verdrängte, kehren schließlich irgendwann auch die Frauen in der Vielzahl zurück. Im 20. Jahrhundert haben sie einen spektakulären Auftritt auf der Bühne des Hörsall 6 der Frankfurter Universität, bei dem das Unbewußte oder besser Ungewußte des Phryne-Prozesses Regie zu führen scheint. [..] Und der einzelne Herr, der daraufhin in einen Rollentausch verwickelt wurde und sich unversehens am angestammten Platz Der Frau als Objekt allen Wiss-Begehrens wieder fand, verließ den Saal. Es schien, als sei die abendländische Ordnung des Wissens und der Geschlechter an diesem Tag im April ’69 vollends aus den Fugen geraten. [..]
Als der in die Flucht geschlagene Professor Theodor W. Adorno dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ vierzehn Tage nach diesem Zwischenfall und drei Monate vor seinem Tod ein Interview gab, widersprach er der einleitenden, auf die Busenaktion anspielende Bemerkung der Interviewer, daß „vor zwei Wochen [.] die Welt noch in Ordnung“ schien, mit den lapidaren Worten: „Mir nicht“.«
C. Vissmann, Gewandstudien, Vom Griechenland, Merve 240

Artemjew

Hörtypologie

Experte
Dieser Typ ist recht selten und wenn, dann eher bei Berufsmusikern zu finden. Seine Fähigkeit liegt darin, aus dem bereits Vergangenen des Musikstückes auf das Zukünftige zu schließen, sodass er bereits weiß, was als Nächstes kommt. Er versteht und hört gleichzeitig die Kompositionstechnik und kann den Gedanken des Komponisten folgen

Gute Zuhörer
Der gute Zuhörer besitzt die gleichen Fähigkeiten wie der Experte, nur dass er nicht Herr im Umgang mit den Kompositionstechniken ist. Er kann zwar die Musik charakterisieren und interpretieren bzw. beurteilen und hört auch den Stil, versteht aber die Technik nicht. Vergleichbar ist dieses mit einem Menschen, der gut eine Sprache beherrscht und einem auch sagen kann, dass etwas falsch klingt, aber aufgrund seiner fehlenden Grammatikkenntnisse dieses nicht begründen kann.

Bildungskonsument
Dieser Typus hört viel und ist gut informiert über das, was er hört. Er weiß im Grunde genommen alles über den Komponisten, Sänger oder die Band. Er zählt auch zu den regelmäßigen Konzertgängern. Meistens kennt er schon die Stücke und wartet nur noch auf Höhepunkte. Weiterhin besitzt er nicht die Kompetenzen der vorhergegangenen Typen.

Emotionale Zuhörer
Der emotionale Zuhörer assoziiert Gefühle und Momente seines Lebens mit der Musik. Dabei verabscheut und verachtet er die Formanalyse von Musikstücken. Seiner Meinung nach spricht dieses nicht für einen Menschen. Zusätzlich kann er sich besonders für emotionale Musik begeistern.

Ressentimentzuhörer
Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Anhänger einer sehr seltenen Musikrichtung ist, sich mit dieser identifiziert und sich somit automatisch von der Masse abhebt. Diese oftmals sehr skurrile Musikrichtung zählt zu seinen Grundlagen des Lebens. Weiterhin verachtet er das offizielle Musikleben der Öffentlichkeit. Ein Beispiel wäre der Jazz-Fan oder ein Anhänger barocker Orgelmusik.

Unterhaltungszuhörer
Der Unterhaltungszuhörer betrachtet Musik als Reizquelle, wie Alkohol und Zigaretten. Er will sich einfach nur ablenken, abschalten und vom Alltag wegkommen. Dabei ist dieser Typ am zahlreichsten vertreten und für die Musikindustrie am bedeutendsten.

Rest (Gleichgültige, Unmusikalische, Antimusikalische)
Diese Typen sind sehr selten. Die Gründe liegen meistens in der frühkindlichen Erziehung in Kombination mit technischen Spezialbegabungen. Weiterhin sind diese Personen sehr realitätsnah. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Typen Musik ablehnen.

Diese Klassifizierung ist ausdrücklich nicht nach einer Hierarchie geordnet, das heißt z. B., dass der Experte nicht besser ist als ein Ressentimentzuhörer.
etnommen aus http://de.wikipedia.org/wiki/Hörtypologie

siehe auch http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142633.html

auswege und fragen:

auswege und fragen:

vorbemerkung: in wie weit kann das sich auf den kopf stellen sich auf geschmack stützen?

a) musik nicht commodifizieren.
b) zu a) sich fördern lassen, von unabhängigen institutionen oder wie
im falle der akademischen hochkultur durch den Staat
c) musik produzieren die nur eine musik sein will, deren inhalt nirgendwohin
deutet als eben rein formell zu sein.
d) musik produzieren die nicht schnulzenhaft ( was immer das auch geschmäklerisch
bezeichnen mag )
e) beim produzieren von musik die sich gegen den populären geschmack richtet muss
penibel darauf geachtet werden das jene nicht zuviel liebhaber gewinnt. ideallerweise
darf die hörerschaft nicht über eine kleine gruppe, welche die musik kritisch mit einem bewussten
abstand rezipiert, hinausgehen.
f) zu d) und e) musik muss dementsprechend in einem fluss bleiben. genre bildungen sind
strikt abzulehnen. das eine werk muss sich stark von nächsten unterscheiden.
g) wenn konsum dann muss er direkt angeschaut werden, nicht angeschielt werden.
h) ist eine musik möglich die nicht konsumiert werden kann. wie wird musik konsumiert überhaupt?
musik über die nur nachgedacht wird, stellt das konsum dar. ist musik die gefühle auslöst, konsumierbar,
weil wir meinen das gefühle in den bauch gehen und nicht in den kopf? ist das sich bewegen zu musik
konsum oder rezipieren?
i) was ist überhaupt generell konsumierbarmachen? und für wenn ist was dann konsumierbar?

the lasterfahrian october revolution

ergebniss des studiums über sowjetische bildmanipulationen in der aera stalin etc.

lost in circuits

from the dungeons of a pcb junkie. current builds buchla easel timbre & crossfader, bi mix, analog shift register, voltage to rythm, buchlarian control voltage processor, 555 vcos & 555 lfo controllers.