Archiv der Kategorie 'kritik & theorie'

Hörtypologie

Experte
Dieser Typ ist recht selten und wenn, dann eher bei Berufsmusikern zu finden. Seine Fähigkeit liegt darin, aus dem bereits Vergangenen des Musikstückes auf das Zukünftige zu schließen, sodass er bereits weiß, was als Nächstes kommt. Er versteht und hört gleichzeitig die Kompositionstechnik und kann den Gedanken des Komponisten folgen

Gute Zuhörer
Der gute Zuhörer besitzt die gleichen Fähigkeiten wie der Experte, nur dass er nicht Herr im Umgang mit den Kompositionstechniken ist. Er kann zwar die Musik charakterisieren und interpretieren bzw. beurteilen und hört auch den Stil, versteht aber die Technik nicht. Vergleichbar ist dieses mit einem Menschen, der gut eine Sprache beherrscht und einem auch sagen kann, dass etwas falsch klingt, aber aufgrund seiner fehlenden Grammatikkenntnisse dieses nicht begründen kann.

Bildungskonsument
Dieser Typus hört viel und ist gut informiert über das, was er hört. Er weiß im Grunde genommen alles über den Komponisten, Sänger oder die Band. Er zählt auch zu den regelmäßigen Konzertgängern. Meistens kennt er schon die Stücke und wartet nur noch auf Höhepunkte. Weiterhin besitzt er nicht die Kompetenzen der vorhergegangenen Typen.

Emotionale Zuhörer
Der emotionale Zuhörer assoziiert Gefühle und Momente seines Lebens mit der Musik. Dabei verabscheut und verachtet er die Formanalyse von Musikstücken. Seiner Meinung nach spricht dieses nicht für einen Menschen. Zusätzlich kann er sich besonders für emotionale Musik begeistern.

Ressentimentzuhörer
Er zeichnet sich dadurch aus, dass er ein Anhänger einer sehr seltenen Musikrichtung ist, sich mit dieser identifiziert und sich somit automatisch von der Masse abhebt. Diese oftmals sehr skurrile Musikrichtung zählt zu seinen Grundlagen des Lebens. Weiterhin verachtet er das offizielle Musikleben der Öffentlichkeit. Ein Beispiel wäre der Jazz-Fan oder ein Anhänger barocker Orgelmusik.

Unterhaltungszuhörer
Der Unterhaltungszuhörer betrachtet Musik als Reizquelle, wie Alkohol und Zigaretten. Er will sich einfach nur ablenken, abschalten und vom Alltag wegkommen. Dabei ist dieser Typ am zahlreichsten vertreten und für die Musikindustrie am bedeutendsten.

Rest (Gleichgültige, Unmusikalische, Antimusikalische)
Diese Typen sind sehr selten. Die Gründe liegen meistens in der frühkindlichen Erziehung in Kombination mit technischen Spezialbegabungen. Weiterhin sind diese Personen sehr realitätsnah. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Typen Musik ablehnen.

Diese Klassifizierung ist ausdrücklich nicht nach einer Hierarchie geordnet, das heißt z. B., dass der Experte nicht besser ist als ein Ressentimentzuhörer.
etnommen aus http://de.wikipedia.org/wiki/Hörtypologie

siehe auch http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45142633.html

auswege und fragen:


auswege und fragen:

vorbemerkung: in wie weit kann das sich auf den kopf stellen sich auf geschmack stützen?

a) musik nicht commodifizieren.
b) zu a) sich fördern lassen, von unabhängigen institutionen oder wie
im falle der akademischen hochkultur durch den Staat
c) musik produzieren die nur eine musik sein will, deren inhalt nirgendwohin
deutet als eben rein formell zu sein.
d) musik produzieren die nicht schnulzenhaft ( was immer das auch geschmäklerisch
bezeichnen mag )
e) beim produzieren von musik die sich gegen den populären geschmack richtet muss
penibel darauf geachtet werden das jene nicht zuviel liebhaber gewinnt. ideallerweise
darf die hörerschaft nicht über eine kleine gruppe, welche die musik kritisch mit einem bewussten
abstand rezipiert, hinausgehen.
f) zu d) und e) musik muss dementsprechend in einem fluss bleiben. genre bildungen sind
strikt abzulehnen. das eine werk muss sich stark von nächsten unterscheiden.
g) wenn konsum dann muss er direkt angeschaut werden, nicht angeschielt werden.
h) ist eine musik möglich die nicht konsumiert werden kann. wie wird musik konsumiert überhaupt?
musik über die nur nachgedacht wird, stellt das konsum dar. ist musik die gefühle auslöst, konsumierbar,
weil wir meinen das gefühle in den bauch gehen und nicht in den kopf? ist das sich bewegen zu musik
konsum oder rezipieren?
i) was ist überhaupt generell konsumierbarmachen? und für wenn ist was dann konsumierbar?

Virtual Futures: The Future of Music

Christoph Fringeli, Tony Marcus, Luke Robert Mason, Dan O‘Hara from http://www.ctm-festival.de


CTM.13 – Virtual Futures: The Future of Music by Virtual Futures

The cybercultural narratives of the mid-90s provided a social, artistic, and philosophical framework to understand and challenge the rapid advances in the development of information communication technologies. Driven by a need to critique the framework underlying society’s newfound anticipation for the future, the Virtual Futures Conference held at the University of Warwick 1994–1996 brought together groups of renegade philosophers to lock horns with the future based on the provocations of evidence provided by the emergence of the Internet. At the time, the conference was affected by a turbulent dynamic between technological acceptance versus a largely paranoid technophobia. Fast-forward to 2013, and this has flat-lined to find the 21st century human docile to the widespread ubiquity of information processing technologies.

Meanwhile, human agency has been subsumed by an increasing automation by non-human agents, as control over identity, society, and economics is relinquished to biases of robotic processes. Techno-evangelism attempts to brand, market, and, most importantly, sell the wonderment afforded by a wilful obedience to the future. They resound with the same transcendentalist fantasies of cyberpunk fiction – indeed speculation and futuristic thinking has become an art, and like any popularist art form, it has become an industry.

Revisiting 1995’s Future Music panel, Virtual Futures will explore the implications of a new ecology – where music is no longer made but grown, thus demonstrating a quality of artificial life. In 2013 music doesn’t go viral, it is viral. And all the while we are left to question who, or what, is listening?

weil scheisse fressen und sehen nicht weiter hilft.

Wenn das mitzudenkende des Baumes oder der schönen Blumen im Sonnenlicht, welches das erschauern ist, zu einem fetisch erstart, so bedeutet dies das die negation unmöglich wird, das die katastrophe dadurch zu einem angebeteten götzen sich formt.

über kanonisierungen

abgesehen des ihm aberkannten verstehen der arithmetik, deren punkt ich noch nicht verstanden habe:
»Es würde nämlich einfach bedeuten, daß das Erfolgreichere, das sich Durchsetzende, das allgemein Rezipierte mit hilfe der Dialektik den höheren Stand der Wahrheit hätte als das Bewußstsein, das die Scheinhaftigkeit durchschaut.«
Adorno, 2.Vorlesung über negative Dialektik, 11.11.1965

anmerkung: anders gesagt ist das Durchsetzende ein Model das angenommen wird ohne das es Kognitiv bearbeitet wird?

Another Nice Mess – Sozialistischer Plattenbau Special

Als ich vor zwei wochen in Amsterdam im Oscii die tripel Release Party mit Selektor Depender & Filtercutter, Marcelle van Hoof bespielte nutze Marcelle den nächsten Samstag Nachmittag mit mir eine Special Sendung zu Sozialistischer Plattenbau zu machen. Die 2 ungeschnittenen Stunden laufen heute um 20 uhr auf: http://dfm.nu

http://www.anothernicemess.com/

breakcore?!

using randomized glitchyness might be artistic practice to come out with suprising pieces in a dialog with the used material but teh technical side isnt actually something like „breakcore“ (whatever that might be).