Archiv der Kategorie 'Instrument'

lost in circuits

from the dungeons of a pcb junkie. current builds buchla easel timbre & crossfader, bi mix, analog shift register, voltage to rythm, buchlarian control voltage processor, 555 vcos & 555 lfo controllers.

amiga octaMED amen chop art

found this video on you tube showing up aphrodites boyaa tune as a octamed file. the uploader added this info:

„In low quality. Here’s how to do choppage properly. The Bass and other parts were on a second Amiga and synced with the drum parts using a click track (strangely missing from this file). I think this was a version for compilation albums as it’s labeled KTel Beats on the filename and it differs ever so slightly from the 12″ version. Sorry, the track goes out of time with the vid.“

here is the remixed version from aphrodite how it is known from the vinyls. adding the other four channels with the vocals, fx and bass:

electricity

Musique Concretement

merve 324 „kunst fixierter klänge“ von dem franzosen michel chion ist mir aus dem bücherladenregal in die hände gefallen. das buch ist schon 1991 in frankreich erschienen, aber jetzt erst ins deutsche übersetzt worden. chion geht hier auf den ursprung der musique concrete, welche von pierre schaeffer einst definiert worden ist, zurück und erstellt davon ausgehend ein manifest der kunst der fixierten klänge. im gegensatz zu partituren und aufführungen wird das in raum und zeit sich ereignende klangliche geschehen erst durch die fixierung auf einem tonträger zu einem werk, vergleichbar mit einem gemälde oder einer bildhauerei (rodins figuren sind aus festem stein und auch nicht aus knetgummi).
der „deutsch-französischer streit“ zwischen der musique concrete und der elektroakustik wird hier aufgerollt. chions stellt fest das musique concrete nicht nur arbeiten mit sogenannten „natur“ klängen ist, sondern auch inszinierte klangereignisse – sei es ein stuhlknarzen oder das zupfen an einer gitarre oder ein synthesiser – zur konkreten musik werden durch die fixierung auf einen tonträger und damit zu einem werk das weiter geht als jegliche partitur oder „live“ aufführung derer.
interresant auch jede menge vergleiche und abstecher in den bereich des films. wie verhällt sich der stummfilm gegenüber einer aufführung eines konkreten werkes wo es keine bilder zu gibt?

»Was ist das für ein unvermeidlicher und doppeldeutiger Bezugspunkt der aktuellen Musik, mit dem man sich schmücken muss, um zur Avangarde zu gehören? Das ist die Elektroakusitk im weitesten Sinne: Maschinen, Tonbandgeräte, Klangtransformationen und elektrische Relais. […] Gleichzeitig wehren sich diejenigen, die diese Bezugnahme zur Schau tragen, dagegen, ihre Gefangenen zu sein: sie erinnern sogleich daran, das sie keine Handwerker und Bastler sind, sondern Komponisten im klassischen und edlen Sinne, das heißt Leute, die Partituren schreiben und sie dann spielen oder dirigieren. Der doppelte Kurzschluss, den die Elektroakustik durch Aufzeichnung ermöglicht – den des Stadiums der Partitur und den des Stadiums der Ausführung, die durch den Tonträger beide unnütz werden – wird von ihnen verachtet, sie sehen darin sogar eine Gefahr für ihre Kaste. Damit können sich ja, wie sie sagen „jeder Beliebige“ ins Komponieren einmischen. Was tun sie, um diese schreckliche Gefahr abzuwenden? Sie schicken sich an, das Territorium zu besetzen.«

das siebte kapitel ist besonders amüsant. es ist wie ein gespräch zwischen hörer und aufführer von konkreter musik geschrieben:

»Aber die Frage des Konzerts liegt nicht nur in der Natur des konkreten Werkes und in der technischen Weise seiner Aufführung. Sie liegt auch beim Hörer. Auch heute stellt dieser immer wieder die Frage nach dem Hören. dieser Musikstücke: Was soll man im Konzert tun, wenn man mit den Lautsprechern und nichts anderem konfrontiert wird?
Die einzige und ehrliche Antwort auf diese wichtige Frage besteht in einem Wort – und es wäre schade, wenn man in ihm nur einen Scherz sehen würde. Sie wollen wirklich wissen, was man mit der Musik fixierter Klänge machen muss, wenn es nichts zu sehen gibt und kein Instrument in Echtzeit spielt? Das ist einfach, es genügt, wenn Sie sie … hören.«

Michel Chion: Die kunst fixierter Klänge – oder die Musique Concrètement, Merve Verlag Berlin 2010.

super teil

was macht es:
„the more baby moves the caterpillar,
the faster the rythm will be“