Archiv für August 2010

aus dem manifest der poikor.

»[…] konkret heisst das aber auch, das sie das aufgeben des warten auf die revolution, eingetauscht haben gegen das hoffen auf das unmögliche. die rückzugsräume sind theoretische rosa sofas von denen jedwegige praxis wie muppetzuschauer zu begaffen ist. da die theorie und deren machbarkeit nicht von einer praxis verschmutzt werden darf, wird sich besserwisserisch dem gegenteil hingegeben. da wir aber meinen, das sich nur was bewegt wen sich was bewegt und das es schönere dinge gibt, über die es sich zu streiten gibt, haben wir beschlossen uns unvermittelbar unterzutauchen. […] bettelt nicht auf aufnahme in unserer gruppe, nach den ersten ergebnissen unserer kommenden praxis, wenn ihr sie überhaupt wahrnehmen werdet. […]«
aus dem communique #1 der post-intellektuellen konstruktivistischen Relativisten, 2010

good night – time pride

hier gehts lang für samstag in hamburg, in die katakomden des störtebeckerzentrums. die grossartigen timetrap sind noch einmal in hamburg zu bestaunen. aber schauts halt selbst wie es genehm ist:

Potato Fritz, Noise Rock, bereits seit den 90ern aktiv!
http://www.myspace.com/potatofritz

Misses Next Match mit einer Art Elekro-Indie-Geschnetzeltem
www.myspace.com/missesnextmatch

und

Time Trap, die sich dem real HAC (Hardcore against the clock)
verschrieben haben.
http://www.myspace.com/timetraphc

Saisonstart am Tresen wie immer um 21 Uhr, Bühnenaction dann gegen 22.30
Uhr.

das elektrische ich – again!

für alle die sich gerne bestuhlt benoisen lassen!

freitag: ab 21 uhr in der hörbar (b-movie)
also brigittenstrasse 5, hamburg

das elektrische ich
http://www.myspace.com/daselektrischeich

und

broken sleep
http://www.myspace.com/brokensleep

bis einer heult

der herr ackermann auf der schablone mag sich ja eventuell selber als player bezeichnen, aber »don`t fight the player, fight the game«? kapitalismus ist doch kein spielchen sondern eher dochzumal tödlicher ernst. dagegen fand ich die idee bei der wm, wo alle sich über die, vorallem deutschen fans, aufgeregt haben besser: »don`t fight the fans, fight the game«, das wiederum liesse sich auch wiederum auf die kapitalismuskritische parole abgleichen, wenn mensch es als spiel ansieht.

vierterneunter – zweiundtausendundzehn

wie bespassend! flog mir heute doch ein flyer des berliner bündniss zum al quds tag in die hände. begutachtend jener druckschrift sang ich: „bei demos wollen die leute nur die aftershow“! stand dort wirklich was von aftershow drauf? ja ab 22 uhr im TBC! prima. um die zeit werden wohl die flohmarktbesucher in hamburg stress machen weil das schanzenfest vermutlich von sicherheitskräften abgesichert wird. derweil werden andere sich im pott querstellen.

Drogen & Drogen : Kultur & Gespenster 11

gestern wegen schläfrigkeit leider die heftpräsentation mit hans-christian dany und max hinderer in der buchhandlung sautter & lackmann verpennt dann aber später doch noch aufgeraft um nach dem rechten im golden pudel club zu schauen, denn dort sollte die release party zum neusten kultur & gespenster heftes steil abgehen. das heft diesmal hat den titel »drogen & drogen« und heft ist bei 326 seiten schon sehr understatement.

partyberichte sind spackig, ging halt ganz langsam loss, dann sammelte sich draussen quasselnde menschen an und drinnen plockerte einsam langweilige repetive autofahrtmusik, irgendwann kammen weitere djs, wie der für extase bekannte dc schuhe und herr dany sollte auch noch persönlich auflegen und irgendwann als es für mich zu spät zum noch weiter verweilen wahr, wahr drinnen plötzlich alles voll mit tanzenden menschen ohne das ich gemerkt hätte wie die alle reingekommen waren.

nun das neue heft ist hauptsächlich thematisch und dossiermaessig von hans-christian dany und max hinderer zusammengestellt worden. vorrausgehend, genau nach dem editorial, befindet sich aber zwei texte unter dem titel »der sich entfremdete geist der bildung«. einmal wäre da eine biografische schulgeschichte von lars clausen mit dem titel »Gymnasiale Kulturhistorie als Weg in die Soziologie« dem arbeitsplätz fotos von gabi schaffner zur seite gestellt wurden. und dann eine art theaterstück von frank apunkt schneider mit dem titel »Es war einmal die Medien«.
nach diesem eingangblock sind schon, inklusive anzeigen und anfangsstandarts 88 seiten vollgedruckt und der titel block »die lust und die notwendigkeit« beginnt. den anfang machen mit »mittel & wege« hans-christian dany & max hinderer wo es dann auch um kontrollgesellschaften geht und erstmal ein vorwort für das dossier bildet. charlotte brandt, »Viertelleben«, folgt mit einem bericht aus der psychatrie, als patientin. ramin raissi, »Ice cold Ice«, mit einer kurzen geschichte, bisher unveröffentlicht. ines doujak, »Auf der Suche nach dem, was es nicht gibt«, scheint einen schamanen besucht zu haben und spricht über ihre kollagen zum thema biokolonialismus. astrid v. w., »fragments from my diary, personal notes, medical documents and memory«, tagebuch einer krebserkrankung. dann folgen einige bilder von michael deistler, von ihm stammt auch das titelbild.

weiter geht es nach einem kleinen hübschen bruch in dem layout mit einem längeren theoretischen text von aldo legnaro, »Drogen im Szenario einer Kontrollgesellschaft«. john barker, »Vom Amphetamin zum Kokain: Intensitäten der Arbeit«. dann spricht max hinderer mit jorge hurtado gumucio, dem gründer des coca-museums in la paz, Bolivien. und gefolgt von einem weiteren gespräch mit diederich diederichsen »sich mit sich selbstvollknallen« über eigenblutdoping. darauf folgt eine weitere bilderstrecke von katrin mayer welche aus dem internet zusammengesammelt zu scheinen. tim stüttgen, «Substanzen-Protokoll, Koksdiskurs, usw.«, liefert einen text anhand einer durchlebten nacht. beatriz preciado, »Molekular-Werden der Politik«, mit einem text über testesteron aus dem buch »Testo Junkie. Sex, Drogen und Biopolitik« und am ende des dossiers jörg auf dem hövel, »Feel the Force, Luke«, mit einem text über placebos.
mit der rubrik »sinnliche gewissheit« bildet annette wehrmann dann einen zwischenblock zu den restlichen texten in der ausgabe. wehrmann hat hier sprengungen gemacht, die sind in blumenkästen und auf foto aufgezeichnet. danach folgen in der rubrik »das gesetz des herzens und der wahnsinn des eigendünkels« texte aus dem universum der kunst und der ausstellungswelt von nicole büsing & heiko klaas über kunstmessen, jens asthoff über zwei ausstellungen von susanne m. winterling, wiebke gronemayer & thomas thiel über eine ausstellung im bielefelder kunstverein und tim albrecht über zombiefilme. nach dieser kleinen rubrik gibts ein schwarzes feld und chrisoph behnke mit einem text über den niedergang der kreativität und die konstanz der kunst – bemerkungen zur rolle der kunst in den creative industries. abschliessend gibt es noch hübsche gegenüberstellungen von goethe texten und portaifotos von michael c. glasmaeier von 1981 reproduziert und ein kapitel von hubert fichte »detlevs imitationen „grünspan“« von 1971. schluss und deckel zu.

Weitere Release-Termine:

St. Moritz, St. Moritz Art Masters, 1. – 5. September 2010
Berlin, Pro Quadratmeter, Fr. 24. September 2010
Zürich, Corner College, Fr. 19. November 2010
Wien, Akademie, 3. Dezember 2010

Kultur & Gespenster Nr. 11 »Drogen«, 978-3-938801-74-1, August 2010, 12 Euro

Mimose von seinen Pampelmusen entkleidet, sogar.

vö im juli transmitter 2010


ich bewege mich mit genau einer sache auf schleifen in meinem kopf. derweil liege ich in der badewanne, es ist warm und ich habe die augen auf, obwohl ich nichts ansehe, ich starre, das ist gut. früher, wenn jemand das licht ausmachte, habe ich mir oft im plötzlich dunklen raum im wasser vorgestellt, ich wäre auf offener see. in einem ozean, dann habe ich gewartet bis das wasser immer kälter wurde. es war so etwas wie sich im schrank verstecken. aber entschuldige, vielleicht rede ich jetzt wieder zuviel. hier lies das, das hatte ich einst geschrieben, so wie dieses jetzt, auch in einer bahn, damals schmunzelte ein mensch der neben mir saß, mir fremd, ich glaube sie/er hatte mitgelesen:

„Der Schrankaffe führt uns vor die Frage nach dem Schrank. Wie gestaltet er sich? Ersteinmal unterscheidet sich der Schrank, von zum Beispiel einem Regal, dadurch, daß er verschließbar ist. Der Inhalt ist uns nicht ersichtig, die Türen, Sinnbild für das Offene oder das Geschlossene, prägen den Zustand des Schrankes und Unserer Wechselwirkung mit ihm. Ist er Verschlossen, sehen wir nicht was sich in ihm befindet, er ist je nach Beschaffenheit seiner Tür, eben nur eine Fläche mit einem Griff und einem Schloss. Ist der Schrank offen können wir in ihn hinein schauen. Das sagt aber erstmal garnichts aus, denn abgesehen, im übrigen, von seinem Inhalt, kann ein Schrank verschiedenartig aufgebaut sein. Hinter dem Geschlossenen können sich Fächer, Schubladen oder Kleiderstangen verbergen, die wiederum eine Ordnung darstellen. Ein Regal an sich ähnelt dem Schrank darin, daß er eben auch jene Ordnungssysteme besitzen kann, jedoch liegen diese im Gegensatz zum Schrank immer offen vor uns. Daher ist der Zugang ein anderer.
Der Vergleich Tisch, Regal und Schrank zeigt uns, daß auf einem Tisch die Gegenstände auf einer weiten Fläche ausgebreitet stehen. Der Tisch besitzt andere Parameter der Ordnung als der Schrank, er besitzt an und für sich auch nichts Geschlossenes, ist dem Regal im Punkt des Zugangs also ähnlich, nicht jedoch in seiner Ordnung.
Nun müssen wir aber wieder weg vom Tisch, denn dieser führt uns weg vom Eigentlichen des Themas. Der Schrank ist also geschlossen, warum? Das ist eine Frage des Zustandes des Schrankes. Ist er offen ist er eben nicht geschlossen und ist er geschlossen, ist er nicht offen. Diese Feststellung bringt aber nichts, sollange wir nicht wissen, wodurch der Schrank geschlossen ist. Einmal wären das seine Türen, die dem Schrank die Fähigkeit des Öffnens und Schliessens geben, weiterhin die Erkenntniss dass der Schrank nicht offen ist und letztendlich weil ihn jemand geschlossen haben muss oder weil geschlossen der ursprüngliche Zustand des Schrankes ist. Nehmen wir mal an, der ursprüngliche Zustand ist jener des geschlossenen Schrankes, ist der Schrank also offen, hat er sich von einem Zustand in den anderen bewegt. Der neue Zustand bringt neue Erkenntnisse, nun können wir die Ordnung im Schrank ergründen, aus ihm etwas herausnehmen oder etwas hinein legen. Schliessen wir den Schrank jetzt wieder, ist der ursprüngliche Zustand des Schrankes wieder hergestellt, auch wenn sich in ihm etwas verändert hat, zu dem wir aber von Aussen, dem Geschlossenen, keinen Zugang haben. Wir können zwar behaupten, das etwas geschehen ist, daß wir etwas entwendet oder hinzugefügt haben, aber es ist nicht ersichtlich in diesem Zustand.“

die gedanken in der badewanne sind, meistens, oft so schnell „dahin“ und ich habe keinen zettel, um „augenblicklich“ etwas aufzuschreiben, warum auch? vielleicht ist es doch besser, wenn ich wieder rede, wenn mir die worte fehlen oder ich nicht weiss was ich sagen soll. dabei ist es doch eher eine frage des wollens, aber gedanken sind wie wolken an einem stürmischen tag, manchmal. was denkst du jetzt?

ich denke nur zu denken dass ich denke.
na, zumindestens könntest du jetzt auch; ist schon gut.

nur im zufall kann ein tieferer „sinn“ seine wirkung entfalten. damit meine ich, das was ihr zufällt, also so, wie es ihm in den schoß fällt. jetzt frag nicht, woher es kommt, es war einfach da. an dem morgen bin ich auf den balkon gegangen und da saß es auf meiner liege oder wie das heisst und ich dachte zuerst nur: hey, das ist doch mein platz. erst später, als wir uns schon länger, eigentlich ganz anregend, wie ich jetzt finde, unterhalten haben, kam mir das ganze komisch vor. ich hatte doch gar keinen kuchen gemacht, wurde mir gerade klar! also daraus schliessend habe ich auch keinen besuch zu erwarten gehabt! das war mir jetzt aber egal, später musste ich dann aber echt mal schnell los.

rahme mich ein, im englischen „get framed“ heisst einbuchten, in den knast kommen. ich hänge dich in einem rahmen an die wand oder du stehst auf dem schreibtisch. ein gefängnis, welches aber eines für mich ist, der ich es betrachte. das eingerahmte bild wird zum zeitgefängnis, ein moment ist eingefangen und was sonst so dran hängt. gleichzeitig ist der rahmen etwas das „das innere“ von dem „äusseren“ trennt. mein zimmer ist ein rahmen, der die welt draussen zu dem privaten raum abtrennt. der tisch im raum ist ein weiterer rahmen, so wie das bild darauf mit seinem rahmen sich von dem rest des inhaltes auf dem tisch absetzt. das „gefangensein“ und das „aussenabhalten“ geht somit zusammen auf einen punkt zurück. der punkt „an sich“ ist eigentlich eine fäche, auch ein rahmen, da stimme ich dir zu.
vieles, einiges vielleicht eher, was ich sagte, ist mir zugefallen, so in den schoß. bei tom sawyer, also das hörspiel, das ich einst mal gehört habe, wurde er erkannt, dadurch wie etwas in seinen schoß fällt. angeblich würden „frauen“, wenn ihnen was zugeworfen wird, die beine spreizen, dadurch, weil sie angeblich mit dem rock den zufall auffangen, die „männer“ hingegen fangen den zufall damit auf, dass sie ihre beine zusammenklemmen. warum erwähne ich das jetzt? sag mal, hast du noch was von dem kuchen, den du mitgebracht hast?

und dass ihr glaubt ihr würdet, zeitweise – manchmal, unbewusst handeln, da macht ihr euch dann etwas vor. genau das „sich vor machen“ ist der punkt, eventuell eine lüge. eine entschuldigung vor anderen, mit welcher ihr aber nur euch selbst entschuldigen wollt. schuld ist ein katholischer moment. ich muss jetzt los, die anderen warten schon, haben nach mir gefragt und es ist spät.

„Wie sie da steht, sich nicht aufdrängt, sich nicht ausdrücklich entzieht. Dame. Mädchen. Weib. Frau. Alle Benennungen gleiten von ihr ab. Jungfau: lächerlich, beleidigend sogar; später will ich darüber nachdenken, wieso. Jüngling. Kurioser Einfall, weg damit. Kleist unterdrückt das Wort, das ihm zu passen scheint. Dem Widerwillen gegen Zwitterhaftes geht er nicht auf den Grund.“

folgerichtig kann ich nicht sagen „ich bin“ dies oder jenes. kann ich nur sagen ich möchte, unter umständen, dieses oder jenes sein. aber was ist das jenes oder dieses. ein bild auf das ich mich anpassen will oder male ich das bild selber. stricke ich den pulli den ich vielleicht anziehen werde selber oder ist das gewebe schon in gewisser weise vorgegeben. antworten und fragen füren einen hübschen ringeltanz auf. jede bewegung auf etwas, mit welcher hoffnung auch immer, lässt die diamentralen linien, die sich gegenläufig sind, stärker hervortreten, als einem lieb ist, jenes zu vergessen, bringt zweisam auch nicht weiter, zumindest rückt der fixpunkt immer weiter in die ferne und die perspektive wird dadurch tiefe.

die schaumblasen in der badewanne werden jetzt beunruhigend viele. ich tauche in sie ein. ich kann deren vergehen jetzt hören, sie knispern leise im chor im moment ihrer auflösung.

„Wenn wir einander unsere Vorlieben und Abneigungen , unsere Sentiments und Ressentiments mitteilen, müssen wir die Ausdrücke unserer Reklamesprüche, Kinos, Politiker und Bestseller benutzen… Anders gesagt, was sie meinen, kann nicht für bare Münze genommen werden – nicht weil sie lügen, sondern weil das Universum des Denkens und der Praxis, in dem sie leben ein Universum manipulierter Widersprüche ist.“

Die Menschen imitieren die
Werbung, die Werbung imitiert die Kunst, die Kunst imitiert die Natur.

Ja:
Als Grenzfläche oder Phasengrenze bezeichnet man die Fläche zwischen zwei Phasen.

und:
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Naturwissenschaft und bezeichnet die physikalische Phasengrenze zweier Zustände eines Mediums. Er beschreibt bildhaft die Eigenschaft eines Systems als Black Box, von der nur die „Oberfläche“ sichtbar ist, und daher auch nur darüber eine Kommunikation möglich ist. Zwei benachbarte Black Boxes können nur miteinander kommunizieren, wenn ihre Oberflächen „zusammenpassen“.

weil:
Ein Beispiel für Grenzen von eindimensionalen Räumen ist die obere und untere Grenze in der Mathematik (siehe Supremum). Umgangssprachlich wird dafür auch Grenzwert, Schwellwert oder Schranke gebraucht. Beispiele für nichtgeometrischen Räume sind die übliche Verhaltensweise oder die Intimsphäre.

wodurch:
Der Schrankenarm kann entweder als massive Stange oder als Knickarm (beengte Verhältnisse) ausgeführt sein. Zur besseren Kennzeichnung erhält der Schrankenarm heute ein Rot-Weißes Warnmuster.
Zweck einer Schranke ist zumeist, das Passieren zu verhindern oder zu kontrollieren.

was bleibt:
die Suche nach dem qualitativ Anderen.

oder:
Pommes mit Mayo oder
Ketchup oder Schranke?

und als nachtisch einen eindimensionalen raum zum runterspülen! und dann bin ich gegangen ohne tschüss zu sagen. aber ich musste nicht wegen euch kotzen sondern von dem vielen eindimensionalen räumen die ich geschluckt habe, schlucken musste. warum.

wir reden! wir reden um den heissen brei herum. es ist fast wie didi sagte: „wir sind die fragezeichen in der kalt werdenden buchstabensuppe unseres lebens.“ aber anders. wir reden mit den schokoladen und zuckerbuchstaben, welche wir herabgesetzt, für die nächsten 10 jahre, in grossen mengen in dem real markt gekauft haben, der morgen schliesst. der heisse brei ist das medium der kommunikation. die schokoladenbuchstaben sind gross und dunkel, die zuckerbuchstaben bunt, klein und zum teil deformiert. die gelegten worte zerschmelzen auf dem heissen brei und wir benutzen keine fragezeichen, nur ausrufezeichen. irgendwann lässt sich schwer ausmachen, welche worte von wem hingelegt worden sind. das ist aber auch in sofern nicht schlimm, da sie jetzt als abstraktes expressionistisches bild nicht mehr lesbar sind. die farben vermischen sich immer mehr, weil wir immer mehr buchstaben drauflegen, irgendwann später wurden die farben dann zu grau, die schicht kühlt ab und wird zu beton, nun brausen wir mit polizeispielzeugautos im kreis drauf rum und singen im chor „lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü lala lalü “
usw.

fkr, ernie, elizabeth, christa, herbert, phillip, wp, fil

itty ist nicht einverstanden