kleiderordnungs paradox

bei dem heutigen hächmäck in frankreich um ein verbot der burka sehe ich weniger einen versuch bestimmte regeln einer religion zurückzudrängen (bzw. fundamentalismus) sondern eher die einführung einer kleiderordnung. was zu tragen an kleidung würdevoll ist sollte jeder mensch selber entscheiden und nicht von einer anderen person als würdevoll angesehen werden. paradoxer weise ist dann das die schätzungsweise 2000 burka tragenden frauen faktisch vom benutzen öffentlicher transportmittel ausgeschlossen werden als auch vom betreten von öffentlichen einrichtungen gehindert werden, also ist das dagegen würdevoll? „von jeglichem sozialen Leben abgeschnitten und jeglicher Identität beraubt“ sagt sarkzoy. anscheinend ist aber das tragen dieser kleidung für einige frauen „identität“ stiftend und wenn sie nicht mehr u-bahn fahren können oder in die behörde gehen können sind sie natürlich nicht mehr so weit vom „sozialem leben abgeschnitten“.
dann wurde natürlich noch die öffentlichkeit gefragt. na ganz toll. diese könnte auch zu anderen kleidungsordnungen befragt werden zb. dürfen leute mit verkrusteten und mit vulgär-vollgeschmierten lederjacken rumlaufen oder sollten männer in frauenkleidern rumlaufen. kurzer blick rüber nach österreich sagt der haider ( äh wie haider? ja genau haider! ) : „wenn ihr was vorschreibt wollen wir aber auch was vorschreiben dürfen“. darum geht es allgemein letztendlich, den die problematik um die es eigentlich gehen sollte ist dann doch komplexer und wuscheliger als kopf oder zahl.

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2 Antworten auf “kleiderordnungs paradox”


  1. 1 derivat 27. Januar 2010 um 12:43 Uhr

    mal schaun, wann die rasierpflicht kommt?

  2. 2 istari 27. Januar 2010 um 16:40 Uhr

    ja das wäre ja auch mal eine sinnvolle massnahme.

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