Archiv für Juli 2009

essay


(via)
even i hate this via gehünere in times of c & p
but this one has 2 b

holy scrolls of lastafahrismus

»zwischennutzungs verträge sind das opium des freiraum prekariats«
book of smack 1-13

»Kaltes Bier oder Iced Latte«

stand aufm schild hier in der ecktränke. hm, lieber besaufen oder diese neue bizarre sex-praktik ausprobieren. theoretisch fallen mir da verschiedene dinge ein. ach mein kopf.

battybwoy soundclash massive

wir hatten noch was vor

ergab es sich das der herr kulla auf seiner jährlichen reisen von kiel nach nepal bei mir für zwei stunden reinschnupperte und wir kurzerhand einen seiner ideen voicten. schwupps war er wieder weg und so machte ich mich heutig an die ausarbeitung einiger versionen. schnell waren fünf stück fertig da erinnerte ich mich an ein kurzes jazz thema das ich damals am jazz konservatorium in meinen beiden bestandenen semester erarbeitet hatte. schnell war das rohdes und der fender jazz bass vom staub befreit und ich konnte mich an die arbeit machen, nach dem einspielen der piano struktur und der bass linien bin ich schnell noch ins studio geflitzt und hab die schlagzeugspur mit einem befreundeten jazz percussionisten aufgenommen.

hier ist das resultat:

womöglich wird die nächste tour dann mit echten instrumenten sein. wir werden versuchen noch den einen oder anderen metall gitaristen, xylophonanten, paukisten oder auch einen kontrabass spieler zu organisieren.

warum ein echtes schlagzeug?
es gibt eigentlich keine echten schlagzeuge, es gibt ja auch keine unechten oder unrealen schlagzeuge. da ja alle lieber mit ihrem handy, ipod oder speicherstecker auflegen und nicht mehr mit vinyl dachten da ja alle nicht mehr selbst bongo spielen wollen dachten wir jetzt wir setzen jetzt damit ein zeichen – äh setzen?

anyway. die anderen versionen geben aber den vollen bombast an digitaler übertreibungen. bis jetzt gibts eine old school hiphop version, eine doom-mosh-step version (dabei eine mit breakbeat und eine ohne), eine elektronische punk version und eine noise psychadelic version. wann es die zu hören gibt müssen kulla und ich noch mit dem managment absprechen.

doch mehr verletzte

ochnee gabs doch mehr verletzte schutzmänner und frauen beim schanzenfest als zu erst errechnet, die nachgezählten haben wohl noch den rest der nacht irgendwelche bars aufgemischt. aber musste ja auch so sein, schliesslich wollte herr alhaus ein krawall – da musste dann auch einer angezettelt werden. unschön waren aber auch die flaschen würfe, von irgendwo abseits, auf die paar polizisten die kurz nach dem konzert wie die wilden ins publikum gestürmt sind (warum eigentlich?) und noch unschöner dann mit leuchtfeuerkörpern in die menschenmenge zu werfen. uns auf der bühne sind die glasssplitter nur so um die ohren geflogen, der polizei in ihren panzeranzügen war das ganze bestimmt egal, bis auf das das ihr zeichen zum beginn der truppenübung war.

an oder ausziehen

und so kamm es das ich mich kurz hinsetzte, vom schweiss, der durch die mühen der letzten stunde, durch sonne und ausbleibende windböhen, welche für mein vorhaben eh hinderlich gewesen wären, aus meiner haut, heraus, in meine kleidung herausgesaugt worden wurde oder hat die kleidung den strom des, jetzt in diesem augenblick, unangenehm auf meinem körper klebenden aufgehalten? ich blickte in den vor mir liegenden augenblick, von unten sieht alles oben erhaben aus, der himmel kroch langsam zwischen den häusern vorbei, ohne ein geräusch, oder vielleicht konnte ich es nicht hören, den hier unten, im staub der strasse, erfüllte das treiben, dieser beschäftigten stadt, die luft. menschen waren damit beschäftigt so schnell wie möglich irgendwo hin zu eilen oder, möglicherweise auch, versuchten sie so schnell wie möglich von irgendwo wegzukommen. hinfort oder hinzu, immer mit schuh. ein kleiner hund stand, hechelnd und mit den blick ins nichts, vor einem kleinen laden, keine wenige aber doch einige schritte von mir entfernd, er machte den eindruck der erschöpfung und von etwas das abgestellt worden ist und nicht weiss was er da soll, vermutlich weiss er es wirklich nicht, er muss warten bis sein besitzer oder chef wieder aus dem laden kommt, vermutlich würde er an einem solchen tag lieber im schatten liegen. noch im schauen merkte ich nicht, oder doch, das ich mir einbildete den hund zu verstehen, rein heraus aus der spiegelung zu meiner, selbigen anzusehenden erscheinung, welche ich womöglich auf die zu und wegtreibenden menschen tat, was aber auch nur eine mögliche einbildung war, die mir damals aber nicht so klar war – jedenfalls – ich schreckte hoch und wusste nicht mehr ob ich vor irgendetwas hinfort oder möglicherweise doch eher auf irgendwas hinzu unterwegs war.