Archiv für April 2009

kunstmarktkunst gedanken

Michel Chevalier hat einen langen text über »Die „Gemeinnützigkeit“ von „Kunstförderung“: Who’s fooling who?« geschrieben:

»Weiterhin, sind in der Selbstdarstellung die Begriffe „neu“ und „jung“ gleichgesetzt nach Klischees des Ageism (Altersdiskriminierung). So fördert der Verein nur KünstlerInnen unter 40, und die Frage stellt sich: macht niemand über 40 „neue“ Kunst? Oder muss man mit 40 schon „erfolgreich“ sein?«

werbeunterbrechung

im mailorder (heimzustellungsversand) des sozialistischen plattenbaus kann mensch sich jetzt auch mit den testcards aus dem ventil-verlag eindecken. deren letzte ausgabe behandelte das thema »regress«. vielen dank für die aufmerksamkeit.

kameras

da ist england eines der am meisten per kamera überwachtes land, kameras die verbrechen auf der strasse verhindern sollen und nun höre ich im radio das der todesfall eines passanten auf der g-20 demonstration, an welchem wohl polizisten massgeblich beteiligt waren, »durch die zahlreichen kamera aufnahmen von demonstranten und passanten dokumentiert wurde und diese zur aufklärung herangezogen werden.«

internet I

so etwa mitte der 80er. still jetzt hiess es, wenn der telefonhörer auf das gerät gestülpt wurde (das gerät hies akkustik koppler und sah aus wie ein umgedrehter telephon hörer), weil wenn wir zu laut sind wird die kommunikation gestört. die kommunikation war pieeps und fieeps töne die der computer aus den hörer pfiff und gleichfalls empfang. damit liess sich computer steuern, welche wiederum andere computer auf der welt angerufen haben und so weiter und darüber nachrichten und daten verschicken konnten. wenn man wollte ging das ganze einmal um die welt und mit einer verzögerung konnte man dann seinen eigenen anruf hören. doch wozu soll das gut sein? hab dann lieber doch in der wohnung rumgetobt wenn das kommunikationsgerät wieder ausgestellt worden ist.

»abschminken!«

das kann man sich das warten auf einen sogenannten »qualitativen sprung« für die menschheit, so mein resueme heute auf die analyse der aufgefangenen kommunikation in öpnvs am letzten osterwochenende.

stadt ohne ampeln

herum streunen am tag danach in halle an der saale. die stadt scheint jene mit der geringsten dichte an ampeln zu sein. die autos können unbeschwert herumbrettern. zumindest fussgängerampeln sind mir keine in der ersten stunde begegnet. sonst jede menge leere und alte wohnhäuser. richtig tolle sogar dabei – in hamburg werden ja vorallem bürohäuser zum später leerstehen gebaut, diese sehen aber auch nicht so toll aus wie die leeren häuser in halle. schwups waren gegen 12 uhr auch schon alle läden in der altstadt zu, wenn sie überhaupt offen haben am sonnabend, oder haben die überhaupt offen? der fruchthändler schafft es mir eine ganze stange fruchtschalen und salate in plastikschalen zu verkaufen, dabei hab ich gesagt ich muss noch mit der bahn fahren. schwupps stand ich wieder auf der strasse mit einer riesen tüte voll fruchtigem naschwerk. dann langsam zum bahnhof, wieder vorbei an dem grossen kachelbild wo ich schon ein mal mit herrn th. b. vorbeigedackelt bin, runter in den science-fiktion mässigen strassenbahnbereich des bahnhofs und rein in die bahnhofshalle. flashback nochmal! da im db-service-shop stand ich auch schonmal mit herrn d. k. – so so.

raven ohne deutschland


bruessel – capital of the eu