Rhythmen

„Die Rhythmen sind die Schöpfer von Raum und Zeit, zumindest für das Subjekt; Raum und Zeit werden nur in dem Maße erlebt, wie sie in einer Hülle von Rhythmen materialisiert sind. Die Rhythmen sind zugleich Schöpfer der Formen. Was aber über die muskuläre Rhythmizität gesagt wurde, gilt a priori auch für die technischen Operationen, die durch eine Wiederholung von Gesten in regelmässigen Intervallen gekennzeichnet sind. Ein Großteil dieser Gesten folgt dem Modell des Hämmerns, das man bei vielen Vögeln findet, die von Weichtieren oder Körnern leben oder in den Rinden von Bäumen suchen.“
  - Andre Leroi-Gourhan »Hand und Wort«, Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980

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